San Francisco 1 Deutsch

Ja, San Francisco verdient mehr als einen Beitrag. Anfangs war ich etwas geschockt. Die erste große Stadt nach langer Zeit. So viele Obdachlose und schräge Menschen zwischen Reichen und Horden von Touristen. Schön und hässliche und farbenfroh und dreckig und alles dazwischen ist diese Stadt. Ich brauchte Zeit zum eingewöhnen. Malunterricht habe ich genommen – es hat mir viel Spaß gemacht und war intensiver als gedacht. Doch dazu später mehr.
Beginnen wir doch mit der 1. Nacht: Vollmond über der Stadt
Ich saß im Park auf einer Bank und starrte den Mond an als ich im Augenwinkel zwei Schatten wahrnahm. Zuerst dachte ich, es seien Waschbären. Doch dann sah ich zwei buschige schwarzweisse Schwänze – Skunks! Gottseidank waren sie mehr an Futter interessiert als an mir. Das wäre was gewesen!
Busfahren ist sehr lustig. Manchmal war ich mir nicht sicher, ob der Fahrer oder die Gäste die schrägere Partie ist. Ein Busfahrer, der sich wie ein Entertainer aufführt – anhalt und sich umdreht und irgendwem hinter sich erzählt, dass die Touristen so schwer mit dem Verkehr dort zurechtkämen und dann BUMM würden sie angefahren – es täte ihm sehr leid, aber das wäre die Wahrheit. Dann hielt er wieder an, kam hinten in den Bus  und gab einer Frau ein Ticket mit den Worten, ob sie wolle oder nicht, sie müsse ein Ticket kaufen, sonst müsste sie teuer Strafe bezahlen. Dann öffnete er die hintere Tür und ging weg. Wir haben uns alle nur ungläubig angesehen. Nach etwa 2 Minuten kam er zurück und fuhr weiter. *
Dann die Fahrgäste: ein Mann, der nach Arbeit auf der Baustelle aussah, stieg in den Bus, riss seine Zeitung entzwei und setzte sich dann darauf. Eine ältere Frau wechselt den Sitzplatz und kam neben mich, um dort zu telefonieren. Sie sprach die anze Zeit – ich hatte den Eindruck, das war gar nicht echt. Dann kam eine Touristenfamilie in den Bus, die sich auf den Sitzplätzen arrangiert – während der Vater eine ganze Weile brauchte um zu verstehen, dass der Busfahrer ihm nicht auf der Karte zeigen kann, wo er hingehen muss, während er den Bus FÄHRT!
Zum Ende der Woche hin konnte ich das alles mit Humor sehen – und ich habe viel gelacht 🙂
Doch nun zur hellen Seite:

*Dann stand da ein Mann mitten auf der Straße und verkündete dort der Welt seine Meinung. Der Busfahrer hupte ihn auf den Gehweg. An seinen Gesten konnte man sehen, dass der Mann sich unverdientermaßen schlecht behandelt fühlte.

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